| Farblehre |
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Ein kurzer Einblick in die Farblehre bei Pferden Definitionen
Einige bekannte Farbgene und Allele Grundfarben:
Aufhellungen:
Schimmelfarben:
Farbmuster:
Dominant und Rezessiv dominant= ein dominantes Gen ist zu sehen und kann nicht verdeckt vererbt werden, z.B. Cream, Falbe, Schecke rezessiv= ein rezessives Gen kann verdeckt vererbt werden und kommt nur zum Ausdruck, wenn sich zwei rezessive Gene treffen, z.B. Rotfaktor des Fuchses. Vorwort Farbtests UC Davies, California Die Grundfarben
Die Grundfarben können anhand der Gen-Tests für Extension/Rotfaktor und Agouti/Schwarzverdrängung bestimmt werden! Jedes Pony/Pferd hat eine Grundfarbe. Es kann aber auch noch weitere Merkmale haben wie z. B. Aufhellungen, Scheckung, Appaloosafarbe etc. Die Creme-Aufhellung (engl. Cream), dominanter Erbgang
Doppel-Creme-Gen-Träger vererben zu 100 % das Creme-Gen weiter, man sagt, sie sind 100%ige Palominovererber, was nicht ganz stimmt, da auch Buckskins oder Smokys fallen können. Es gibt einen Gen-Test für das Creme-Gen! Buckskins werden im deutschen Sprachraum oft als Falben bezeichnet, was nicht stimmt, da ihnen der Aalstrich fehlt, somit können Buckskins auch keine Falben vererben, aber sie können ein Creme-Gen weitergeben! Hier muss man wissen, dass oft im belgischen und holländischen Raum für uns windfarbene Pferde als Perlinos bezeichnet werden, diese tragen werder ein Creme-Gen noch haben sie blaue Augen.
Das Falb-Gen (Verdünnungs-Faktor), dominanter Erbgang Falben erkennt man leicht am so genannten Aalstrich (ein schwarzer Strich von Widerrist bis zum Schweifansatz, meist fortlaufend durch den Schweif hindurch). Genau genommen fängt der Aalstrich im Genick an und läuft am Hals zum Widerrist, deshalb haben Falben auch eine zweifarbige Mähne (sieht man besonders gut an Fjords). Weniger oft kommen weitere Wildabzeichen wie z. B. „Eselskreuz“, Querstreifen an den Beinen, Streifen an Hals und Widerrist vor. Falben kann e Oft werden Falben mit Buckskins (Braunen mit Creme-Gen) verwechselt, diese tragen aber keinen Aalstrich. Es ist gut möglich, dass ein Pferd auch einen Pseudoaalstrich trägt, es handelt sich hierbei um keinen echten Falben. Der Falb-Gen-Test wird in den USA (UC Davies, California) durchgeführt! Ist aber recht aufwendig. Sonderform “Schimmel”, dominanter Erbgang
Auch Schimmelschecken sind möglich! Diese werden gescheckt geboren und schimmeln aus, diese Sonderform nennt man auch „Porzellanschecken“, diese vererben natürlich auch Scheckung. Solche sogena Ein Gen-Test für den dauerhaften Schimmel wird in den USA angeboten!
Die Roan-Schimmelung kommt aus den Rassen der Isländer und der Shetland-Ponys. Alle anderen Ponys und Pferde, welche dieses Merkmal tragen sind Kreuzungen mit diesen Rassen entsprungen. Ein Roan wird im Fellwechsel weiß und bleibt an den Extremitäten in seiner ursprünglichen Farbe. Im deutschen Sprachgebrauch nennt man diese Färbung „Mohrkopf“. Im Englischen sagt man hierzu einfach „Roan“. Es gibt auch Roan-Schecken!
Plattenschecken (Tobiano), dominanter Erbgang
Bei den Shetland Ponys und deren Kreuzungen gibt es keine Abzeichen. Trägt ein solches Pony Abzeichen im Gesicht (z. B. Stern, Schnippe, etc.) oder Abzeichen an den Beinen (z. B. Socken, weiß gefesselt, weiße Füße, etc.) gilt dies als Scheckung. Diese Ponies können auch mit einem einfarbigen Paarungspartner gescheckte Nachkommen bringen. Solche Sonderformen der Scheckung unterscheidet man in Minimalschecken (wenig weiß) und Maximalschecken (viel weiß). Weitere Scheckzeichnungen, die es beim Shetland nicht gibt, sind: Frame Overo, Sabinoschecke, Splashed White Kreuzung von Plattenscheckung und Tigerscheckung Tigerschecken (Leoparden, Appaloosas), rezessiver Erbgang Online Seminar von Appaloosa Project über Appaloosa-Vererbung Die Genetik der Appaloosas ist inzwischen zum Teil entschlüsselt. Das Leopard/Tiger/Appaloosa-Gen liegt auf Chromosom 1 und kann durch einen direkten und indirekten Test nachgewiesen werden. Die Colorierung ist sehr unterschiedlich, diese kann noch nicht getestet werden. So gibt es folgende verschiedene Farbbeschreibungen: Leopard oder Volltiger, Frosty (Stichelhaarig), Snow Cap (Weiße Kruppe), Spotted Cap (getupfte weiße Kruppe), Snow Blanket (weiße Decke, bis vor an die Schulter), Spotted Blanket (getupfte weiße Decke), Speckled (gefleckt, viele kleine Tupfen), Snowflake (Schneeflocke, weiße Tupfen auf dunklem Grund), Mottled (gesprenkelt), Varnish Roan (weiße Haare mit Schattenzeichnung), Roan mit Flecken, Few Spot (Weißgeborener). Seit neuestem kennt man auch die Begriffe „Few Cap“ und „Sky Eyes“. Inzwischen kann das Gen LP (=Leopard Spotting) getestet werden. Bei der Geburt muss man heterozygote und homozygote LP Träger nicht unbedingt unterscheiden können. Pferde/Ponys die ein oder zwei LP Gen/e tragen können bis zum fünten Lebensjahr uns bekannte Tigermerkmale bekommen, die meistern erhalten sie schon bis zum zweiten Lebensjahr. Solche Appaloosamerkmale sind wie folgt: weiße Sklera (Menschenauge), Die ersten drei Merkmale kommen oft, aber nicht immer schon bei der Geburt vor für Fohlen die ein LP gen tragen. Das LP-Gen enthält auch den Schlüssel über Punkte. Das vierte Merkmal (Stichelhaarigkeit) ist ein spezieller Typ der Stichelhaarigkeit und ist nicht von Geburt an zu sehen, es erscheint meist erst nach dem ersten Fellwechsel.
Am beliebtesten sind natürlich die Volltiger (=leopard) mit Tupfen am ganzen Körper von Geburt an (erkennt man an den weißen Beinen). Es gibt auch ausgetigerte Volltiger (= near leopard), diese kommen farbig zur Welt, evtl auch schon mit einigen Tupfen und mit der Zeit tigern diese Tiere aus (dunkle Beine). Ein weiteres Gen wurde entdeckt! dieses Gen ist für den weißen Hintergrund für die Musterung zuständig, es heißt PATN1, abgeleitet von Pattern (=Muster), 1 deshalb, weil es das erste Gen ist welches für die Farbmuster entdeckt wurde. Hier gibt es natürlich heterozygote und auch homozygote anlagen. Dieses Gen gibt sozusagen die "Hintergrundfarbe" weiß wieder in unterschiedlichen Ausprägungen, d. h. dadurch werden die Punkte, welche vom LP-Gen vorgegeben werden sichtbar. Das PATN1 Gen ist also dafür zuständig ob wir Schabracktiger, fast-Volltiger, Volltiger, Few Spots, fast-Few Spots usw. haben. Dieses Weiß-Gen muss nicht unbedingt schon bei Geburt zu sehen sein sondern kann erst mit zunehmendem Alter erscheinen. So erklärt sich auch warum viele Appaloosas scheinlich "ausschimmel", sofern kein echtes Grey-Gen vorliegt sind diese natürlich keine Schimmel, ganz im Gegenteil, sie können somit auch echte reinerbige Tigerschecken sein. Es wäre also auch möglich, dass ein getupftes Tier plötzlich ganz weiß wird, überlegen Sie sich gut, ob Sie sich sofort von diesem Tier trennen aus Angst es wäre ein Schimmel! Es könnte ganz im Gegenteil etwas ganz besonderes sein. Auf Grund dessen, dass das "Hintergrund-weiß", wie ich es jetzt nenne, auf einem extra Gen liegt und das LP-Gen ein eigenes Gen ist gibt es natürlich (!!!) EINFARBIGE REINERBIGE Tigerschecken!!! Unglaublich aber wahr! Hier können sich alle Appaloosa-Züchter bestätigt fühlen, die schon immer gesagt haben, dass auch einfarbige Tigerschecken sich gut bzw. auch sehr sehr gut vererbt haben was Farbe anbelangt! Einfarbige Tigerschecken sind also nicht wertlos für die Zucht! Alle reinerbigen Tigerschecken sind im übrigen Nachtblind, dies ist inzwischen zu 100% bestätigt, es ist allerdings fraglich in wieweit diese Nachtblindheit ausgeprägt ist, hier kann Ihnen Ihr Tierarzt weiterhelfen. So ist es unter anderem verständlich, warum auch bei weißgeborenen Few Spots (womöglich reinerbig auf PATN1, nicht komplett weiße Few Spots scheinen nach dem aktuellen Stand der Forschung heterozygot auf PATN1 zu sein. Ein als Volltiger geborenes Fohlen scheint ein homozygoter PATN1 zu sein, allerdings heterozygot LP; ein Tigerschecke der erst auspunktet ist ein heterozygoter PATN1 und ebenso heterozygot LP) auch einfarbige Fohlen mit Tigermerkmalen fallen können! Bei jenen Fohlen fehlt das PATN1 Gen oder es erscheint eben erst später. Ein reinerbiger Tigerschecke vererbt so aber immer ein LP Gen. Die Farbbezeichnungen für Appaloosas werden sich in den nächsten Jahren stark verändern. So sagt man inzwischen auch nicht mehr Few Cap sondern Near Few Spot mit der Prozentangabe des Weißanteils am Körper. So ist Bavaria Abu ein Near Few Spot mit 65 % Weißanteil, die "merkwürdige" Weißzeichnung an Schulter und Hals nennt man Ghostings. Das LP-Gen kann bei BIOFOCUS in Recklinghausen getestet werden (Herr Dr. Wagner). Wir haben unsere Bavaria Karlotta Sweet testen lassen, eine einfarbige Grulla Appaloosa Stute mit Appaloosamerkmalen und ausgerechnet wir haben den Sechser im Lotto selbst gezogen: Lotti ist eine reinerbige Tigerschecke (LPLP)!!
Sonderfall 1: Doppelgenträger für LP aber ohne Farbmuster sind einfarbige reinerbige Tigerschecken (auch mit Tigermerkmalen). So erklärt sich auch, dass plötzlich aus "totgeredeten" Linien schöne Tiger fallen können. Diese Entdeckung bezeichne ich als PRO und auf Aufwertung für jeden einfarbigen Tigerschecken, die bisher immer gerne schlecht geredet wurden. Züchterisch erwiesen ist, dass zu fast 100%iger Wahrscheinlichkeit so genannte Few Spots und Few Caps 100%ige Appaloosafarbvererber sind. Entsprechend selten sind solche ECHTEN Farbvererber leider anzutreffen. Und es ist eine gute Kenntnis nötig, um ein solches „Juwel“ zu finden. Die Forscher in den USA sagen, dass ein Tier mit wenigen Punkten mit hoher Wahrscheinlichkeit ein homozygoter Tigerschecke ist, da dieses Tier, wie schon einige Züchter auch immer gesagt haben, "zu viel Farbe" hat. Genetisch erklärt sich das wie folgt: Das LP Gen trägt die Information für Punkte, liegt das LP Gen doppelt vor, hebt sich diese Information ganz oder größtenteils auf. So erklärt sich warum weiße Few Spots ein paar Punkte haben. Auch unsere Lotti kann aufhellen und später einmal einige Punkte zeigen, aber sie wird nicht komplett tigern. Appaloosas zu züchten ist nicht einfach! Es kommt oft genug vor, dass aus einer Appaloosa x Appaloosa-Anpaarung ein einfarbiges Fohlen (auch ohne Tigermerkmale) fällt. Ein einfarbiger Appaloosa mit Tigermerkmalen kann aber genauso Farbe vererben wie alle anderen auch. Einige Züchter behaupten sogar, dass diese am besten vererben. Andere wiederum möchten natürlich nicht mit ihnen züchten und geben diese deshalb günstig ab - vielleicht ein Farb- und Vererbungsschnäppchen? |
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s in allen Farben geben.
nnten „fortschreitenden Schimmel“ sieht man ausgeschimmelt ihre Urspungsfarbe kaum noch an. Ihre Haut ist dunkel. Bei Schimmelschecken sind die ehemaligen weißen Stellen auch hellhäutig, gut beim Waschen zu beobachten. 

Ein Pintaloosa ist eine Kombination aus (Platten)Scheckung und Tigerscheckung (Leopard, Appaloosa). Auch diese gibt es in allen Farbkombinationen. Entweder nennt man diese Farbkombination Pintaloosa (PintoAppaloosa) oder Appiano (AppaloosaTobiano).


